Bozen (I)

3. internationale exar-Jahrestagung vom 20.-23. Oktober 2005 in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Archäologiemuseum („Ötzi-Museum“).

Schwerpunktthema der Veranstaltung war „Im Leben gebraucht – im Tod beigegeben. Persönliche Dinge des Alltags, der Tracht und der Grabausstattung – ihre Herstellung und Verwendung im Experiment“.


Abendveranstaltung am Donnerstag, 20. Oktober 2005:

Bruno Hosp,
Präsident der Südtiroler Landesmuseen, Grußworte;

Mamoun Fansa,
exar-Vorstandsvorsitzender, Grußworte;

Angelika Fleckinger,
Direktorin des Südtiroler Archäologiemuseums, Das Südtiroler Archäologiemuseum und der Mann aus dem Eis. Einblicke und Ausblicke.


Tagungsprogramm am Freitag, 21. Oktober 2005:

Mamoun Fansa,
Begrüßung;

Ute Knötig,
Hirschgrandeln: Schmuck, Trophäe und Statussymbol. Experimentelle Rekonstruktion der Verarbeitung und Tragweise anhand steinzeitlicher Beigabeninventare;

Anne Reichert,
Von Kopf bis Fuß – gut behütet und beschuht in der Steinzeit;

Elisabeth Pühringer,
Radkopfnadeln als Indiz für Urzeit-Normen;

Karina Grömer und Katrin Kania,
Eine haarige Angelegenheit – Rekonstruktionsversuche zu hallstättischen Funden von Nadeln im Kopfbereich;

Rosemarie Leineweber,
Gut betucht. Die erneute Einkleidung eines germanischen Fürsten;

Katrin Kania und Hans Losert,
Auf den zweiten Blick. Rekonstruktionsversuche zur Kleidung einer merowingerzeitlichen Frau.


Nach dem Vortragsprogramm wurde die dritte exar-Mitgliederversammlung abgehalten.


Tagungsprogramm am Samstag, 22. Oktober 2005:

Roeland Paardekooper,
Der Prozess des Wollfilzens – Experimente in den Niederlanden im Jahr 2004;

Matthias Lindemann,
Urgeschichtlicher Brunnenbau, Aspekte zur alltäglichen Wasserversorgung;

Renato Fasolo,
Welchen Weg nimmt die Experimentelle Archäologie?;

Sylvia Crumbach,
Frauenbekleidung der späten Hallstattkultur: Einheimische Tradition oder mediterraner Lifestyle?


Am frühen Abend fand eine Führung durch das Südtiroler Archäologiemuseum mit anschließendem Empfang auf Einladung von Bruno Hosp statt.


Exkursion am Sonntag, 23. Oktober 2005:

Das erste Exkursionsziel war Schluderns, wo die bronze-, eisen- und römerzeitlich besiedelte Höhensiedlung „Ganglegg“ und anschließend das Vintschger Museum besichtigt wurden. Das zweite Ziel war der ArcheoParc Schnals, der mit seinem Museum und dem Freigelände „Ötzis“ Lebensraum thematisiert.