Jahrestagung 2008, Oldenburg (D)Exar-Jahrestagung 2008Die 6. internationale exar-Jahrestagung fand vom 16.-19. Oktober 2008 im Landesmuseum für Natur und Mensch in Oldenburg (D) statt. Das Schwerpunktthema lautete "Neue Experimente in der Archäologie / New experiments in archaeology". Abendvortrag am Donnerstag, 16. Oktober 2008:Corinna Endlich, Spartacus, Kleopatra und Gladiator: Mythos Archäologie im Film / Spartacus, Cleopatra and Gladiator: the myth of archaeology in movies. Tagungsprogramm am Freitag, 17. Oktober 2008:Begrüßung / Greetings, Mamoun Fansa, exar-Vorstandsvorsitzender. Nach den Vorträgen folgte eine von Birte Kröncke und Kristina Nowak geleitete Führung durch die Sonderausstellung "Die Kunst der frühen Christen in Syrien. Zeichen, Bilder und Symbole vom 4. bis 7. Jahrhundert" / Guided tour of the special exhibition "The art of the early Christians in Syria. Signs, images and symbols from the 4th to 7th century". Abschließend fand ein Empfang im Landesmuseum für Natur und Mensch statt / Reception in the State Museum for Nature and Mankind; Dirk Vorlauf (im Namen des alten Vorstands), Dankesworte an Mamoun Fansa / Words of thanks to Mamoun Fansa. Tagungsprogramm am Samstag, 18. Oktober 2008:Rosemarie Leineweber, Neue Sicht auf alte Gräber. Experimentelle Kremationen und ihre interdisziplinäre Auswertung / New view at old graves. Experimental cremations and interdisciplinary evaluation Im Anschluss an das Vortragsprogramm fand die sechste exar-Mitgliederversammlung statt / General meeting of exar. Danach führte Mamoun Fansa durch die Dauerausstellung des Museums / Guided tour of the museum. Der Ausklang des Abends wurde in einem Oldenburger Restaurant verbracht / End of the evening in a restaurant in Oldenburg. Exkursion am Sonntag, 19. Oktober 2008:Die erste Station der von Mamoun Fansa geführten Exkursion war das Pestruper Hügelgräberfeld, etwa 4 km südlich von Wildeshausen im Landkreis Oldenburg gelegen. Mit über 500 Grabhügeln unterschiedlicher Größe und Form gilt dieser Friedhof als der größte seiner Art in Nordwesteuropa. Nach bisherigem Kenntnisstand datieren die Anlagen in die späte Bronze- und vorrömische Eisenzeit. Als zweites Exkursionsziel wurden die Megalithgräber Kleinenkneten I und Kleinenkneten II besucht, beide befinden sich gut 1 km südwestlich des Pestruper Gräberfeldes. Entsprechende Großsteingräber gehören zur jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur, zur Phase der ersten Besiedlung Nordwestdeutschlands durch Ackerbauern und Viehzüchter. Abschließend führte die Exkursion zu den Megalithgräbern bei Visbek im Landkreis Oldenburg. Von dieser ebenfalls zur Trichterbecherkultur gehörenden Gräbergruppe konnten die im Volksmund "Heidenopfertisch", "Brautwagen", "Visbeker Bräutigam" und "Kellersteine" genannten Anlagen besichtigt werden. Einen nachhaltigen Eindruck hinterließ besonders der "Visbeker Bräutigam". Dieses Großsteingrab war ehemals von 170 Findlingen umstellt und wirkt mit seinen Ausmaßen von 104 m Länge und 8-9 m Breite selbst im heutigen Zustand noch monumental.
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