Geschichte des Vereins

In mehr als zweijähriger Vorbereitungszeit hat das Landesmuseum für Natur und Mensch in Oldenburg (ehemals Staatliches Museum für Naturkunde und Vorgeschichte) die Wanderausstellung „Experimentelle Archäologie in Deutschland" entwickelt und 1990 der Öffentlichkeit präsentiert. Im Anschluss daran wurde die Ausstellung in 30 europäischen Städten gezeigt und zählte mehr als 500.000 Besucherinnen und Besucher. Zuletzt befand sie sich bis Februar 2004 im niederländischen Venlo.

Verbunden mit der Ausstellung fand vom 20. - 22.09.1990 die erste Tagung zur Experimentellen Archäologie in Oldenburg statt. Schon mit dieser ersten Zusammenkunft war beabsichtigt, Kontakte auf internationaler Ebene herzustellen. Es folgten jährliche Tagungen der „Arbeitsgruppe Experimentelle Archäologie" an wechselnden Orten. Veranstaltungen, die zunehmend einen europäischen Charakter bekamen, da immer mehr Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Ländern teilnahmen. Zu einem größeren Bekanntheitsgrad trugen dann auch die beiden Jahrestagungen 1998 in Zug (CH) und 2001 in Eindhoven (NL) bei.

Neben dem Begleitkatalog zur Wanderausstellung erschienen außerdem zwischen 1990 und 2002 über zehn Sammelbände zur Experimentellen Archäologie, alle als Beihefte der Fachzeitschrift „Archäologische Mitteilungen aus Nordwestdeutschland". Veröffentlicht wurden darin die neuesten, zumeist auf den vorangegangenen Jahrestagungen vorgestellten Forschungsergebnisse. Auch hier zeigte sich eine zunehmende Mitarbeit von Autorinnen und Autoren aus unterschiedlichen europäischen Ländern.

Vor wenigen Jahren zeichnete sich schließlich immer deutlicher der Wunsch nach einem Zusammenschluss der bisher nur locker verbundenen internationalen „Arbeitsgruppe Experimentelle Archäologie" ab. Aus diesem Grund hat im Frühjahr 2002 eine Arbeitsgruppe Ideen zur Gründung einer europäischen Vereinigung zur Förderung der Experimentellen Archäologie entwickelt und eine Vereinssatzung ausgearbeitet. Die Vereinsgründung wurde dann am 30.08.2002 vollzogen und der juristische Akt zur Eintragung in das Vereinsregister Oldenburg am 12.10.2002 eingeleitet.

Zweck und Aufgaben des Vereins

Zweck des Vereins ist die Förderung von Arbeiten der Experimentellen Archäologie, die Förderung von Kontakten zwischen Wissenschaftlern / Experimentatoren sowie kulturellen und wissenschaftlichen Institutionen und der Öffentlichkeit sowie die Förderung der Bildung auf nationaler und europäischer Ebene.

Der Verein gibt eine wissenschaftliche Publikation (Zeitschrift) mit dem Titel „Experimentelle Archäologie in Europa" heraus. Neben der Herausgabe der Zeitschrift fördert der Verein Sonderpublikationen und wissenschaftliche Veranstaltungen, die mit dem Thema Experimentelle Archäologie und deren Vermittlung zu tun haben.

Willkommen

Der Vorstand bittet alle, die an diesem Thema interessiert sind und die Vorteile der Mitgliedschaft in diesem Verein in Anspruch nehmen möchten, die Beitrittserklärung auszufüllen und an uns zurückzuschicken.

EXAR-TAGUNG 2009
09.-11.10.2009 Unteruldingen